Liebe Gemeinde,

 

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in ein paar Worten möchte ich mich Ihnen als neuen Pastoralassistenten vorstellen. Mein Name ist Thomas Krause, ich bin Jahrgang 1980, verheiratet und seit April Vater eines Sohnes. Aufgewachsen bin im südlichsten Zipfel unseres Offizialatsbezirks, in Neuenkirchen. Nach meinem Abitur und meinem Zivildienst beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes bin ich nach Oldenburg gezogen, um dort Geschichte und Politikwissenschaft zu studieren.

Leider habe in dieser Zeit zunehmend den Kontakt zur katholischen Kirche verloren und war viele Jahre nur noch auf dem Papier katholisch. Ein Stipendium des Cusanuswerks, der Bischöflichen Studienstiftung, und der damit verbundene Kontakt zu anderen Christen meiner Generation sorgte für eine Neuentfachung meines Glaubenslebens, so dass ich auch wieder motiviert war, hier in Oldenburg Anschluss an die Kirche zu suchen. Zunächst führte mich mein Weg ins FORUM St. Peter, wo ich nach und nach verschiedene ehrenamtliche Aufgaben übernahm. Als Vertretungsküster und als ehrenamtlicher Mitarbeiter konnte ich erste Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit sammeln. Außerdem wirkte ich als Kommunionhelfer und Lektor in den Gottesdiensten mit, was mir stets eine Freude war.

In den letzten Jahren habe ich mich als Historiker in verschiedene Archive „eingegraben“ und mich mit der Geschichte der katholischen Kirche und vor allem der katholischen Lebenswelt in unserer Region beschäftigt und dazu publiziert. Eines dieser Archive war das des Offizialates in Vechta, in dem ich auch eine Zeitlang beschäftigt war und wo ich inmitten staubiger Aktenberge sehr viel über die Geschichte und die Gegenwart der katholischen Kirche im Offizialatsbezirk gelernt habe.

Daneben führte mich mein Weg in die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), deren Grundwerte wie die Solidarität für mich notwendiger denn je ins Blickfeld gerückt werden müssen. Gerade heutzutage, wo das soziale Klima immer kälter wird und die Schwächeren in unserer Gesellschaft abgehängt werden, müssen sich die katholischen Sozialverbände und die christlichen Kirchen einschalten.

Die unterschiedlichen Erfahrungen der vergangenen Jahre haben in mir die Erkenntnis reifen lassen, dass die katholische Kirche nicht nur eine historische Konstante ist und christliches Handeln nicht nur in den Geschichtsbüchern wichtig ist, sondern dass es auch in der Gegenwart Menschen braucht, die den Glauben weitertragen, das Wort Gottes zu den Menschen bringen und sich aktiv für den Nächsten einbringen. So hat sich der Wunsch verfestigt, beruflich einen Weg einzuschlagen, auf dem ich den Glauben in der Begegnung mit Menschen teilen und weitergeben kann.

Ich freue mich auf meine vierjährige Ausbildungszeit in der Kirchengemeinde und auf zahlreiche neue Begegnungen und Erfahrungen sowie auf das Zusammentreffen mit Ihnen, den unterschiedlichen Menschen und Gruppen innerhalb der Gemeinde.

Ihr Thomas Krause