Seit dem 15. Juni 2020 ist die mobile Gedenkaktion in den verschiedenen Kirchengemeinden und Institutionen in der Stadt unterwegs. Sie dient den Toten zu Gedenken, die bei der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Alle Religionsgemeinschaften in der Stadt Oldenburg sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Vom 14. September bis zum 28.September 2020 wird eine dazugehörige Ausstellung im Süden der Stadt Oldenburg Station machen. Sie trägt den Titel: Jeder Mensch hat einen Namen!

Zunächst wird Pastorin Susanne Duwe die Ausstellung auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche St. Johannes in Kreyenbrück am Montagvormittag installieren. Dort verbleibt sie bis einschließlich Sonntag, den 20.09.2020. Für unsere Kirchengemeinde St. Josef übernehmen am Montag, den 21.09.2020, Angela Martin und ich die Ausstellung und bringen sie zur Kirche St. Michael an die Klingenbergstraße. Vor der Kirche wird das dazugehörige orangefarbene Banner mit der Aufschrift „Jeder Mensch hat einen Namen. Stoppt das Sterben an den Grenzen!“ gut sichtbar aufgehängt.

Darüber hinaus gibt es an einer Leine platziert Informationen zu Todesursachen in der Folge von Flucht und Migration: Auszüge aus Listen, die Todesfälle dokumentieren, einige wenige mit Namen, andere namenlos. Porträts, Fotos und Zeichnungen erinnern daran, welche Frau, welcher Mann, welches Kind auf der Flucht nach Europa keinen sicheren Ort erreichen konnte, welche Tragödien stattgefunden haben und weiterhin stattfinden.

Mit dieser ökumenischen Aktion, die zusammen mit der Seebrücke Oldenburg organisiert wurde, wollen wir als Kirchengemeinden auf diese Weise Trauer um die Verstorbenen und Mitgefühl für die Angehörigen zeigen und das Thema wachhalten.

Herzliche Einladung an alle, die Kirchenvorplätze zu betreten und mit dem Besuch dieser Ausstellung unter freiem Himmel den Namenlosen wieder einen Namen zu geben und deutlich werden zu lassen, dass es Menschen waren, wie wir.

Susanne Duesmann, Pastoralreferentin