Eine Idee für den Frieden verbindet die Menschheit

Jedes Jahr am ersten Freitag im März beten auf der ganzen Erde Christen in einem weltweiten ökumenischen Gottesdienst füreinander. Jedes Jahr haben sich Frauen mehrere Wochen lang über die Situation eines Landes informiert, sich mit den Verhältnissen in denen die Frauen dort leben beschäftigt und sie haben zusammen einen Gottesdienst, wie er in diesem Land üblicherweise gefeiert wird, mit Materialien, Liedern und Gestaltungselementen vorbereitet.

Was ist denn ein “Weltgebetstag”?

Der Weltgebetstag ist eine christliche Basisbewegung von Frauen. Vor 130 Jahren erstmals von Frauen in den USA und Kanada initiiert, schlossen sich schnell andere Länder an, bis sich bei uns im Jahr 2003 der Verein „Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.“ gründete. In solchen Weltgebetstagskomitees schlossen sich die vielen einzelnen Länderkomitees, die bis dahin bereits aktiv waren, zusammen, und verbinden nun über 100 Länder miteinander.

Jedes Jahr ist ein anderes Land Thema, und bis in die kleinste christliche Gemeinde hinein beschäftigen sich Frauen jedes Jahr mit den Angelegenheiten anderer Frauen. Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Bewegung der Welt, und bindet dabei auch die kleinsten Gemeinden und Frauen ohne “beruflichen” Bezug zur Kirche mit ein. Dabei arbeiten alle Konfessionen christlicher Kirchen zusammen. In jedem Weltgebetstagsgottesdienst werden für konkrete Hilfsprojekte des jeweiligen Landes Spenden gesammelt.

Im Jahr 2016 hat der Weltgebetstag in Deutschland so beispielsweise insgesamt 54 Projekte weltweit mit 1.810.545 Euro unterstützt. Dadurch wird den Frauen in den betroffenen Ländern Hilfe zur Selbsthilfe gegeben: Das Empowerment (dt. „Selbstermächtigung“) von Frauen und die Förderung von geschlechtergerechten Gesellschaftsordnungen stehen bei allen Projekten im Mittelpunkt.

Es ist daher auch nicht abwegig, den Weltgebetstag als Kandidaten für den Friedensnobelpreis zu verstehen. Darum hat der Landesverband evangelischer Frauen 2018 eine Unterschriftenliste dafür eingereicht.

Wie sieht es in Oldenburg aus?

Jedes Jahr findet im Wechsel der Weltgebetstag in einem der katholischen oder evangelischen Gotteshäuser oder Gemeindezentrum statt. Andere christlichen Gemeinden Oldenburgs haben sich ebenfalls organisiert.

In S. Josef wird der Weltgebetstag von diesen vier Kirchengemeinden zusammen gestaltet:

  • katholische Kirche Heilige Drei Könige (Wardenburg)
  • katholische Kirche St. Ansgar (Sandkrug)
  • Ev.-luth. Kirchengemeinde Sandkrug
  • Ev.-luth. Kirche Wardenburg

Was machen die „Weltgebetstagsfrauen“?

Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes gibt es mehrstimmigen Liedsätze und peppige Liedbegleitungen als Doppel-CD und Notenheft, sowie Arrangementvorschläge vom Deutschen Komitee.

In den Vorbereitungen werden beispielsweise die musikalische Begleitung eingeübt, szenische Lesungen ausprobiert oder Vorschläge zur Tischdekoration gebastelt. Dabei werden die Inhalte des Landes aufbereitet und die Frauen erfahren viel über dessen Besonderheiten. Die Gottesdienstordnung wird gemeinsam besprochen und mit eigenen Gestaltungselement ergänzt. Oft werden Rollen verteilt, denn im Gottesdienst werden meistens exemplarische Biografien von Personen vorgestellt. Es wird überlegt, welche Elemente des Gottesdienstes schwer verständlich sind und wie man sie anschaulicher machen kann. Es werden Schwerpunkte gesetzt und Lieder eingeübt.

Mitmachen?

Der Weltgebetstag ist eine reine Laienbewegung: Jede Frau, die sich mit einem anderen Land beschäftigen möchte, oder die einfach mal ausprobieren will, wie man selbst einen Gottesdienst gestalten kann, ist eingeladen, sich zu beteiligen.

Mehr Informationen gibt es auch unter https://weltgebetstag.de/

Weltgebetstag 2022 England, Nordirland, Wales

Am 04 März 2022 feiern wir in aller Welt den Weltgebetstag der Frauen unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“

Alle aktuellen Infos und Termine zu den Weltgebetstagen finden Sie im Pfarrbrief und auf den Webseiten der Gemeinde www.kirche-oldenburg.de .

Das Organisationsteam besteht aus Elisabeth Oye, Kerstin Lehmkuhl, Dorit Pott, Hildburg Hinrichs, Angela Martin und Marlis Idel
Kontakt A. Martin unter Telefon 0152-54273544