Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor e. V. (lateinisch misereor ‚ich erbarme mich‘) ist eines der größten Hilfswerke der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen.
Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung im Jahr 1958 ca. 106.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen.[1] Jedes Jahr werden etwa 6000 Projektanfragen an die Organisation gestellt. In der Geschäftsstelle Aachen arbeiten ca. 330 römisch-katholische und evangelische Christen. Die jährliche Aktion in der Fastenzeit soll den römisch-katholischen Pfarrgemeinden die Lebenswelt von Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden.

Fastenaktion 2021

Die diesjährige Misereor-Fastenaktion steht unter dem Leitwort „Es geht! Anders.“ Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften in Bolivien eine bessere Zukunft auf den Weg bringen. Sie
passen die Landwirtschaft der Vielfalt des Amazonas-Regenwaldes an. Das Zusammenleben gestalten sie im Einklang untereinander und mit der Schöpfung. Sie leben die Vision: „Es geht! Anders.“
Es geht! Anders.

Aufruf der Deutschen Bischöfe zur Fastenaktion Misereor 2021

Jede und jeder Einzelne von uns kann viel tun, um einen sozial-ökologischen Wandel voranzubringen, dennoch braucht es auch die Unterstützung auf politischer Ebene.
Werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die sich aktiv für eine andere Lebensweise einsetzt!
Auch jede und jeder einzelne von uns ist eingeladen, sich in der Fastenzeit zu fragen, was anders gehen kann und wie das eigene Leben nachhaltiger gestaltet werden kann.
Machen Sie ein Foto mit Ihrem Beitrag unter dem Motto „Es geht! Anders, deshalb…“ und teilen es auf Ihren Social Media Kanälen mit dem Hashtag #ESGEHTANDERS.
Oder schicken Sie uns Ihr Foto an fastenaktion@misereor.de und es wird auf der Misereor-Webseite veröffentlicht
Auf der Internetseite von Misereor finden Sie außerdem Bild-Vorlagen zu den einzelnen Handlungsempfehlungen.
Zeigen Sie anderen, wie Sie zu einem Wandel in der Kirche und der Welt beitragen. Zeigen Sie wie es anders geht!

Hungertuch

Das Fastentuch (auch Hungertuch, Palmtuch, Passionstuch) ist verhüllt in der Fastenzeit in katholischen und evangelischen Kirchengebäuden die bildlichen Darstellungen Jesu, in der Regel das Kruzifix. Es entstand aus dem jüdischen Tempelvorhang, der im Neuen Testament im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu mehrfach erwähnt wird. In Deutschland haben gegenwärtig vor allem die Hungertücher, die das katholische Hilfswerk Misereor herausgibt, weite Verbreitung gefunden. Jedes Jahr wird ein*E andere*r Künstler*in berufen, die Gestaltung des Hungertuches zu übernehmen, und es werden Materialien erarbeitet die in den Gemeinden für die Gottesdienstgestaltung übernommen werden können.

Hungertuch 2021

Das aktuelle MISEROR-Hungertuch ist ein Aufruf zur Achtsamkeit: Gemalt ist es reduziert auf Bettücher und Bettwäsche aus einem Krankenhaus und einem Kloster, ein gebrochener Fuß ist zu sehen und bei genauer Betrachtung sind Hoffnungsblumen und auch Schnitte und Risse zu erkennen sowie Goldfäden.