Zu einem Kondolenzbesuch auf Grund des Attentates auf Christen zu Ostern auf Sri Lanka hatten sich Vertreter der Ditip Moschee zu Oldenburg in unserer Gemeinde angekündigt und wurden am 30.4. von Pfarrer Christoph Sibbel, Pastoralreferentin Susanne Duesmann und den beiden Pfarreiratsvorständen Carola Aßmann und Ute Knaab im Pfarrbüro empfangen.

Auf der Seite des Ditip Vereins kam der neu gewählte Vorsitzende Halil Altuntas mit seiner Frau, der dort zur Zeit tätige Imam und drei Vertreterinnen der Frauenverbände der Gemeinde.

Herr Altuntas verlas eine Rede, in der er deutlich machte, wie sehr die Muslime  Anteil an der Trauer  um die vielen unschuldigen Menschen haben, die bei den grausamen  Anschlägen gestorben sind oder verletzt wurden. Im Frühjahr diesen Jahres, als die Anschläge auf Muslime in Christchurch stattfanden, hätten die Muslime hier ebenfalls viel Anteilnahme der Oldenburger Bevölkerung erfahren. Dies habe alle tief bewegt;  mit dem Besuch wollte die Delegation des Ditip Vereins wiederum dessen Anteilnahme ausdrücken.

Diese grausamen Anschläge auf Sri Lanka seien nicht nur Anschläge auf Christen, sondern auf die gesamte Menschheit, so Halil Altuntas und zitierte dabei eine Sure des Korans:“ ..wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als würde er die gesamte Menschheit töten. Und wer einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die gesamte Menschheit gerettet.“
In dem folgenden Gespräch machten die Mitglieder des Ditip Vereins deutlich, dass ihnen an einem guten Miteinander aller Religionsgemeinschaften in Oldenburg gelegen ist; in dem Zusammenhang seien alle Mitglieder unserer Gemeinde eingeladen, zu den abendlichen Festessen jetzt im Ramadan in die Emsstraße zu kommen.  
Der Terror, wie der auf Sri Lanka oder in Christchurch ziele darauf ab, die Gesellschaft zu spalten und die religiösen Gruppen gegeneinander aufzuhetzen, so Halil Altuntas. Alle in der Runde haben gekräftigt, dies nicht zu zulassen – im Gegenteil, die Religionsgemeinschaften sollten im Kampf gegen den Terror zusammen stehen.

Carola Aßmann