>> Arbeitskreis Weißrusslandhilfe
Dr. Marcel Kilombo, Pfarrer der Gemeinde Shenga in der Demokratischen Republik Kongo, weckte während seiner Urlaubsvertretungen in St. Michael das Interesse an seiner Planung zum Bau einer Krankenstation in seiner Gemeinde. 250 km lang ist der Weg zum nächsten Krankenhaus für die Bewohner von Shenga, einer armen Gemeinde ohne Strom und Wasser im Busch von Kongo.
Als Pfarrer Kilombo 2001 nach dem Bürgerkrieg in seine Heimat zurückkehrte, waren die ersten Spenden eingegangen.
Gemeindemitglieder sind seither aktiv und unterstützen das Projekt mit dem Verkauf von selbst hergestellten Keksen, Marmeladen, Karten, Rezeptheften, durch Flohmärkte und Kaffee- und Kuchenverkauf bei Veranstaltungen in und außerhalb der Gemeinde.
Mittlerweile stehen in Shenga die Gebäude der Krankenstation. Nun gilt es, für die Inneneinrichtung und die medizinische Ausstattung zu sorgen.
Weiter Informationen finden Sie unter www.shenga.de
Arbeitskreis Weißrusslandhilfe
Die Katholische Kirchengemeinde St. Josef Oldenburg Bümmerstede und der Malteser Hilfsdienst Sandkrug mit gemeinsamen Projekten in Slonim und Voronova
Werkstätten für behinderte Waisen
Ein besonderes Anliegen der Caritas und des Sozialen
Zentrums in Slonim ist die Betreuung und Förderung der
behinderten Waisen und Sozialwaisen. Diesen jungen
Menschen wird in Weißrussland wenig Aufmerksamkeit
und Zuwendung geschenkt.
In aller Regel können Behinderte weder Kindergarten
noch Schule besuchen. Eine Therapie ist, da
Einrichtungen fehlen, kaum möglich. Vielfach werden die
jungen Behinderten in einem Heim untergebracht.
Hier sind behinderte Menschen, die nicht therapiert
werden können und deren Pflege zu Hause nicht möglich
ist, ebenso untergebracht, wie Alkoholiker neben
Drogenabhängigen und Kranken, denen die Versorgung
im Krankenhaus verweigert wird.
Eine wie auch immer gestaltete Therapie oder Förderung
findet nicht statt.
Verständlich, dass verantwortungsbewusste Menschen
sich um eine Verbesserung der Situation bemühen.
Die wirtschaftliche Lage des Landes lässt grundlegende
Lösungen dieser Misere nicht zu.
In den letzten Jahren richteten die Sandkruger Malteser in
Slonim zwei Werkstätten für behinderte Waisen ein.
Insgesamt dreißig Behinderte arbeiten in einer Textil- und
in einer Tischlerwerkstatt.
Ein erster Erfolg, der den Beteiligten der Gemeindecaritas
Slonim, dem Sozialen Zentrum und den Maltesern zu
danken ist.
Chronik
2000: Erster Besuch der Sandkruger Malteser in der
Kirchengemeinde Caritas Voronova
2001: April erster Transport nach Voronova
2002:Einhundert Waisenkinder erhalten neue Bekleidung
und Schuhe. Schlafsäcke und Luftmatratzen für ein
Ferien-Kinder-Lager
2003: Einrichtung der Sozialküche für Waisen und
Sozialwaisen in Voronova
2003: Bischof Dziemianko bittet die Sandkruger Malteser
um Unterstützung der Caritas Slonim
2004: Erster Transport nach Slonim, Voronova wird
weiter unterstützt. Das Staatliche Soziale Zentrum
Slonim bittet über die Caritas um Unterstützung
2006: Einrichtung einer Schneiderei und Tischlerei in
Slonim für Waisen und Sozialwaisen, je 15
Ausbildungsplätze
2007: 15. Transport nach Weißrussland und Einrichtung
der "Mobilen häuslichen Versorgung" in Slonim.
Unterstützung der Caritas im Bistum Grodno bei der
Renovierung des Ferienkinderheimes in Nieciecz.
Unterstützung der Caritas Voronova bei der
Renovierung der Schlaf- und Wohnräume des
Waisenhauses in Voronova.
2008: Einrichtung einer Gemüsegärtnerei für die
Ausbildung und Förderung von Behinderten in
Voronova
Weitere regelmäßige Unterstützung der Caritas in Voronova und Slonim, mit zwei Transporten jährlich.
Wenn sie unterstützen möchten oder Fragen haben:
Malteser Hilfsdienst Sandkrug, 04481/93580
Pfarrgemeinde St. Josef, 0441/41235
Auslandsbeauftragter, 04481/7564
Konto: Malteser Hilfsdienst e. V. Sandkrug
Landessparkasse zu Oldenburg Blz 280 501 00
Konto Nr. 333955
Stichwort "Mobile häusliche Versorgung" Slonim und Voronova
Kindergarten für behinderte Kinder in Voronova
Krankheiten, durch einseitige Ernährung oder extremen
Alkoholgenuss hervorgerufen, sind häufig. Behinderte
oder in der Entwicklung gestörte Kinder keine Seltenheit.
Die sozialen Systeme des Landes sind auf die Therapie,
Pflege und Förderung der Behinderten wenig eingestellt.
Eine geringe finanzielle Ausstattung, verbunden mit
fehlender Kompetenz und Erfahrung, verstärken die
Misere.
In Voronova richtete das Soziale Zentrum in
Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritas und den
Sandkruger Maltesern einen Kindergarten für mehrfach
behinderte Kinder ein.
Bis zum 18. Lebensjahr dürfen die behinderten Kinder
hier Zuwendung und fachgerechte Betreuung genießen.
Ein umfangreiches Therapieprogramm sichert ein
würdiges Leben und unter den gegebenen Umständen
gute Lebenschancen.
Bitten um Unterbringung und Therapie, werden aus
einem Umkreis von mehr als einhundert Kilometer an den
Kindergarten herangetragen.
Nach dem 18. Lebensjahr müssen die Behinderten die
Einrichtung verlassen und werden im Regelfall in einem
Heim ohne jede Förderung und Therapie untergebracht.
Inzwischen wird in Voronova eine Gemüsegärtnerei
eingerichtet, um den Behinderten nach dem achtzehnten
Lebensjahr, einen Platz für weitere Förderung und
Therapie zu sichern.
"Küche für die Armen Kinder" in Voronova
Kinder am Rande der Gesellschaft, von den Eltern
verlassen, von den Behörden häufig als störend
empfunden, leiden Not. Aber auch die kinderreichen
Familien leben häufig am Existenzminimum.
Die schlechte wirtschaftliche Lage der Eltern, extremer
Alkoholgenuss und damit einhergehend, völlige
Gleichgültigkeit der Eltern gegenüber ihren Kindern,
führt sehr schnell zur Verwahrlosung und schweren
gesundheitlichen Mängeln.
Die Ordensschwestern der Caritas in Slonim und
Voronova bemühen sich mit großer Hingabe um diese
Kinder.
In Voronova wurde die "Küche für die armen Kinder"
eingerichtet. Täglich werden hier 35 Waisen mit
mindestens einer warmen Mahlzeit versorgt.
Neben der Verpflegung hat die Erziehung der Kinder
einen hohen Stellenwert. Tischsitten werden mit den
täglichen Mahlzeiten eingeübt. Die Kinder werden zur
persönlichen Hygiene, wie Händewaschen und Duschen
regelmäßig angehalten.
Daneben vermitteln die Ordensschwestern durch Beispiel
und Unterricht die grundsätzlichen christlichen
Wertvorstellungen.
Diesen Kindern wird so eine gute Chance für den Start
ins Leben ermöglicht.
"Mobile häusliche Versorgung" in Slonim
Gesicherte ausreichende Ernährung, zweckmäßige
warme Bekleidung, eine Unterkunft, die Schutz vor den
Unbilden der Witterung gewährt, ist die
Grundvoraussetzung eines geordneten Lebens.
Alte pflegebedürftige Menschen, kinderreiche Familien
und Menschen, die auf Grund körperlicher oder
geistiger Behinderung am Rande der Gesellschaft leben,
leiden in Weißrussland existenzielle Not. Einkommen
und Renten von etwa 50,- Euro monatlich, häufig auch
weniger, reichen nicht aus, um die wichtigsten
lebensnotwendigen Dinge, wie Bekleidung und
Nahrung zu kaufen.
Der eigene Garten ist ein wichtiger
Bestandteil in der Sicherung der Ernährung.
Um diesen Menschen die Bestellung des Gartens zu
ermöglichen, gehört zum Projekt "Mobile häusliche Versorgung" ein Einachstraktor für die schwere
Gartenarbeit.
Die Versorgung der kranken, alten und
pflegebedürftigen Menschen wird durch einen
behindertengerechten Kleinbus, sowie zwei
Kleinwagen des Projektes sichergestellt.
Die "Mobile häusliche Versorgung" erlaubt den älteren
Menschen, lange in ihrer gewohnten Umgebung zu
bleiben und ein selbst bestimmtes Leben in Würde zu
führen.
Dieses Projekt ist inzwischen beispielhaft, auch für
andere Regionen im Bistum Grodno.
